Der reiche Onkel, verkleidet als italienischer „Geschäftsmann“ will mich begünstigen. (3)

(An einer kleinen Autobahn-Raststätte) Das die Uhren Schrott sind, war mir in den ersten 5 Sekunden klar. Aber das lustige Theater war mir 10 Euro wert. Wirklich.

Immerhin habe ich 5 x 2 Euro für hübsche Kindergeschenke ausgegeben. Damit kann ich gut leben.


Gibt es wirklich Leute die diesen Unsinn glauben?

Ja 😱🥺😱🫣


Wenn man auch nur einen Funken gesunden Menschenverstand hat, dann geht man doch auf so etwas nicht ein, oder?

Doch 🤣🥺🤦

Hier ist die Lösung, recht gut beschrieben, von meiner Expertin für europäischen Trickbetrug: GEMENI KI


Bei den sogenannten „Martyn Watch“ (oft auch gelabelt als „Martyn Line“ oder „Martyn Line Speedracer“) handelt es sich um ein klassisches und europaweit verbreitetes Betrugsphänomen. Es sind keine Fälschungen von bekannten Luxusmarken wie Rolex oder Omega, sondern extrem billig produzierte No-Name-Uhren aus China, die als vermeintlich teure Designermarke inszeniert werden.

​Die gesamte Masche basiert auf psychologischem Druck, einer professionell aufgezogenen Scheinwelt und der Gutgläubigkeit der Opfer.

​Die Betrugsmasche („The Italian Watch Scam“)

​Das Muster, nach dem die Täter vorgehen, ist fast immer identisch und läuft auf Parkplätzen, an Tankstellen oder direkt auf der Straße ab:

  • Die Kontaktaufnahme: Ein gut gekleideter, oft südländisch (meist italienisch) wirkender Mann spricht Passanten aus einem (häufig gemieteten) Oberklasse-Fahrzeug oder SUV heraus an. Er wirkt sympathisch, weltgewandt und spricht oft Englisch oder gebrochenes Deutsch.
  • Die Story: Er behauptet, als Vertreter oder Designer für die Uhrenmarke (oder sogar in der Formel 1) gearbeitet zu haben und nun auf dem direkten Weg zum Flughafen zu sein, um nach Italien zurückzufliegen.
  • Das „Problem“: Er habe von einer Messe oder als Bonus Uhren übrig. Wenn er diese über den Zoll am Flughafen mitnehme, müsse er horrende Steuern zahlen. Deshalb wolle er sie lieber spontan „verschenken“ oder extrem günstig abgeben.
  • Das Angebot: Er bietet meist mehrere Uhren (oft in edel wirkenden Boxen samt Garantiekarte) im Paket an. Anfangs fordert er Beträge von 500 € bis zu 1.000 €, lässt sich dann aber extrem schnell auf 80 € bis 150 € für das gesamte Set herunterhandeln, weil er es „eilig“ habe.

​Die Täuschung mit der Fake-Website

​Um die Opfer in Sekundenschnelle zu überzeugen, fordern die Betrüger sie auf, die Marke auf dem Smartphone zu googeln, oder zeigen direkt QR-Codes auf den Etiketten.

  • ​Die Täter nutzen präparierte Websites wie martynwatch.com oder ähnliche Landingpages.
  • ​Auf diesen Seiten werden astronomische Mondpreise (z. B. 400 € bis 800 € pro Uhr) angezeigt, um einen enormen Wert vorzugaukeln.
  • Die Wahrheit: Die Websites sind reine Kulisse. Klickt man auf den Warenkorb, das Impressum oder andere Unterseiten, funktionieren die Links meist überhaupt nicht oder führen ins Leere. Es gibt dort keinen echten Geschäftsbetrieb.

​Was sind diese Uhren wirklich wert?

​Die Uhren existieren tatsächlich und funktionieren oft sogar im ersten Moment, weshalb viele Opfer den Betrug nicht sofort bemerken.

  • Realer Wert: Es handelt sich um billigste Massenware aus Fabriken in China. Der Einkaufswert pro Uhr liegt im einstelligen Eurobereich (meist zwischen 1 € und 5 €).
  • Qualität: Die Gehäuse bestehen oft aus billigen Legierungen statt Edelstahl, die Armbänder aus Kunstleder und die vermeintlichen Zusatzfunktionen (wie Chronographen-Anzeigen) sind meistens reine Attrappen (aufgedruckte oder unbewegliche Zeiger).

​Wer hier 100 € oder mehr bezahlt, macht kein Schnäppchen, sondern finanziert eine hochprofitable, betrügerische Infrastruktur.

Grundregel für den Alltag: Seriöse Geschäftsleute verkaufen keine Luxusgüter aus dem Autofenster oder auf Supermarktparkplätzen, um Zollgebühren zu sparen. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch.

Symbolbild
MIKES QR-Code
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