Aktuell auf dem Weg zu 2,6° Celsius mehr!

(Deutschland, Europa und die Welt) Die aktuelle Berichterstattung über den Bericht der Uno im DER SPIEGEL plus

Hier der originale wissenschaftliche Report:

https://wedocs.unep.org/items/156d074c-ab1d-4833-acf8-6343589ede9b


Kampf gegen die Klimakatastrophe

Uno sieht 1,5-Grad-Marke bald gerissen und gibt neues Ziel vor

Ein Uno-Bericht erkennt erstmals an, dass sich die Erde in den kommenden Jahren um 1,5 Grad Celsius erwärmt haben wird. Generalsekretär Guterres sieht in Waldbränden und Überschwemmungen eine Warnung.

02.09.2026, 09.46 Uhr

Die Uno hält es inzwischen für unvermeidlich, dass die 1,5-Grad-Marke überschritten wird. Danach müsse jedoch eine möglichst rasche Rückkehr unter diesen Wert erfolgen, teilte das Uno-Umweltprogramm (Unep) mit. Die Aussage wird als strategischer Rückzieher im Kampf gegen die Klimakatastrophe bewertet. In einem nun veröffentlichten Bericht schreibt Unep, die Erde würde aufgrund der weiteren Verbrennung von Kohle, Öl und Gas bald die im Klimaabkommen von Paris vereinbarte Temperaturschwelle überschreiten.

»Die sengende Hitze, die verheerenden Waldbrände und die tödlichen Überschwemmungen dieses Sommers sind eine Warnung vor dem, was uns bevorsteht«, betonte Uno-Generalsekretär António Guterres. 

Der Bericht nennt einen Pfad aus »Überschreiten, Höhepunkt und Rückgang« als die beste verbleibende Option. »Wir müssen die Überschreitung so gering und so kurz wie möglich halten – indem wir begrenzen, wie stark die Temperaturen ansteigen und wie lange sie über 1,5 Grad bleiben«, sagte Guterres. Jetzt sei es an der Zeit, die Klimaschutzbemühungen zu verstärken und nicht, sie aufzugeben, betonte Unep-Exekutivdirektorin Inger Andersen bei der Vorstellung des Berichts in Nairobi.

Aktuell auf dem Weg zu 2,6 Grad mehr

Derzeit befindet sich die Welt dem Bericht zufolge auf einem Weg, der zu etwa 2,6 Grad Temperaturanstieg im Vergleich zur vorindustriellen Zeit führen würde.


Dazu passend das sehr kurze Interview von Prof Schellnhuber unten!


Vieles deute darauf hin, dass die 1,5-Grad-Grenze bereits in den kommenden Jahren dauerhaft überschritten werde. Im optimistischsten Szenario, wenn sehr schnell und umfassend reagiert würde, könne der Höchstwert auf 1,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, hieß es bei der Vorstellung.

Zu den dafür nötigen Maßnahmen zählen Guterres zufolge ein beschleunigter Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und der Ausbau erneuerbarer Energien, eine drastische Reduzierung der Methanemissionen und der Schutz von Land, Wäldern und Ozeanen. Einen wesentlichen Bestandteil der Maßnahmen sehen die Autoren zudem in sorgfältig gesteuerter Kohlendioxid-Entfernung aus der Luft und dessen Speicherung durch Aufforstung oder andere Mittel. 

Verlust von Ökosystemen und Überflutung von Inselländern

»Es wird keine guten Ergebnisse geben, wenn wir über 1,5 Grad bleiben«, warnte Andersen. Einige Auswirkungen könnten abrupt auftreten, während andere sich im Laufe der Zeit verstärkten. Nicht jede sei reversibel, heißt es im Bericht – Regierungen hätten daher tiefgreifende Anpassungsmaßnahmen umzusetzen.

Zu den zu erwartenden Folgen zählen Unep zufolge verstärkte Extremwetterereignisse, der Verlust von Ökosystemen und die Überflutung kleiner Insel-Entwicklungsländer und tiefliegender Küstenstädte. Schwere Schäden für die menschliche Gesundheit, die Ernährungssicherheit, die Wasserversorgung, die Natur, Städte, Infrastruktur und Wirtschaft seien zu erwarten. 

Mitautor Carl Schleußner von der Humboldt-Universität Berlin sagte: »Die Extreme dieses Sommers, bei noch nicht einmal 1,5 Grad, zeigen, was auf dem Spiel steht.« Andersen betonte: »Wir können – und müssen – den richtigen Weg einschlagen.«



Quelle

https://www.spiegel.de/wissenschaft/uno-sieht-1-5-grad-marke-bald-gerissen-und-gibt-neues-ziel-vor-a-8f87bba4-e187-466c-a86e-b0d75de183c5?sara_ref=re-so-app-sh

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