Informationen über die Kupfermühle. (2)

(Flensburg /Deutschland) Hier ist der übersichtlich strukturierte und mit einer klaren Überschriften-Hierarchie formatierte Text über das Museum Kupfermühle.

Diese Texte kommen aus der Extraktion der Fotos der Hinweistafeln meines Beitrags aus ChatGPT, da GEMENI KI derzeit nicht aus Webseiten die Bilder per OCR extrahieren kann.


​Die Geschichte der Kupfermühle

​Gründungsjahre und erste Erwähnungen

​Der Gründer des Werkes ist bekannt: Es war der dänische König Christian IV. Wann genau das Werk gegründet wurde, lässt sich jedoch nicht exakt bestimmen:

  • 1602–1687: Auf den Briefköpfen des Kupferwerkes aus dem 19. Jahrhundert stehen unterschiedliche Gründungsjahre innerhalb dieses Zeitraums.
  • 1637: Die älteste bekannte Urkunde, in der der Name „Kupfer Mühl“ erwähnt wird, ist ein Brief des Kupferschmiedes Johan Wilder an König Christian IV.
  • 1652: Auf einer Karte von Joh. Meyer in Caspar Danckwerths „Neuen Landesbeschreibung“ lässt sich erstmals der Eintrag „Koppermöhl“ mit einem Wasserradsymbol erkennen – der Name, der bis heute geblieben ist.

​Zerstörungen und Wiederaufbau im 17. Jahrhundert

​Im 17. Jahrhundert prägten häufige Zerstörungen des Hammerwerkes und der Gebäude die Region. Bis um 1900 kannten und sangen die Menschen in Kupfermühle noch einen alten Kinderreim, der aus der Zeit von 1657 stammt. Dreimal wurde die Anlage in Kriegen zerstört und wieder errichtet:

  1. 1628: Erste Zerstörung des gut laufenden Hammerwerkes im Dreißigjährigen Krieg durch Wallensteins Truppen. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1629 und 1633 durch den Flensburger Bürgermeister Karsten Beyer.
  2. 1644: Im schwedisch-dänischen Krieg (Torstenssonkrieg) wurde die Anlage ein zweites Mal zerstört und 1647 erneut errichtet.
  3. 1657: In den „Karl-Gustavs-Kriegen“ wurde die Mühlensiedlung zum dritten Mal niedergebrannt. 25 Jahre später stand sie wieder an gleicher Stelle.

​Die Gedenkplatte von 1689

​1689 wurde für die Zukunft des Werkes um Gottes Schutz gebeten – mit Erfolg. Nach den drei Zerstörungen überstand die Anlage alle weiteren Kriege bis in das 20. Jahrhundert. Eine Gedenktafel bezeugt dies:

​DURCH GOTTES ZORN BIN ICH

3 MAHL GELEGET NIEDER

ANNO 1628 · 1644 · 1657

DURCH GOTTES GNAD STEH ICH

VIEL BESSER JETZT UND WIEDER

GOTT FÜHRE MEINEN GANG

DASS ICH MÖG SÜNDE MEYDEN

DAMIT ICH GOTTES ZORN

NICHT WIEDER MÖGE LEYDEN

KOPERMÖHL 1689

​Die Kesselführer: Handel, Kodex und Konkurrenz

​Bereits 1670 wurde eine Verordnung gegen andere „…außländische… Messing- und Kupfer-Händler…“ erlassen. Die sogenannten Kesselführer spielten eine zentrale Rolle im Vertriebssystem:

  • Organisation: Sie waren in einer Bruderschaft mit festen Regeln und einem Ehrenkodex organisiert, was sie zu zuverlässigen Partnern für die Kupfermühle machte.
  • Warenkreislauf: Sie wurden mit Kupfer- und Messingwaren versorgt, die sie in festgelegten Gebieten verkauften. Gleichzeitig sammelten sie beschädigte Waren als Rohstoff für die Schmelzöfen wieder ein.
  • Schutzmaßnahmen: Die Gebrauchswaren wurden markiert und gestempelt. Hausierer erhielten spezielle Handelsbriefe als exklusive Berechtigung, um den Verkauf billigerer Konkurrenzwaren zu verhindern.
  • Das Ende der Bruderschaft: Die Kesselführer waren die härteste Konkurrenz für die örtlichen Kupferschmiede. 1865 trat ein Gesetz gegen den Hausierhandel mit Kupferwaren zum Schutz der ansässigen Händler in Kraft. Versuche, auf Eisenwaren auszuweichen, schlugen fehl. 1890 löste sich die Bruderschaft auf.

​Blütezeit unter der Familie thor Straten

​1747 übernahm der Flensburger Hilmar thor Straten die marode Kupfermühle und leitete eine Wende ein:

  • Expansion: Er wehrte sich erfolgreich dagegen, dass ansässige Kupferschmiede ihr Blech woanders bezogen, kaufte Schmiedelizenzen in Tondern auf und investierte in Betrieb, Arbeiterwohnungen sowie Land- und Waldflächen.
  • Großaufträge (1751–1752): Zwei Aufträge der Kopenhagener Rentenkammer brachten das Werk an seine Leistungsgrenzen: In Kupfermühle wurden Teile der Kupferdächer des ersten Christiansborger Schlosses, der Schlosskirche und des Reithauses in Kopenhagen gefertigt.
  • Generationswechsel: 1766 vererbte Hilmar thor Straten seinen Söhnen eine Fabrik, deren Wert sich in 40 Jahren verfünffacht hatte.

​Alleinherrschaft durch Josias thor Straten (ab 1775)

​Der Jurist und spätere Flensburger Bürgermeister Josias thor Straten übernahm die Anteile seines Bruders und baute das Monopol weiter aus:

  • ​Er setzte durch, dass in Jütland nur in Kupfermühle produzierte Waren verkauft werden durften.
  • ​Dänemarks König Christian VII. verbot auf sein Bitten hin die Einfuhr von Waren aus Holstein nach Schleswig und Dänemark.
  • ​Zur Rohstoffsicherung erwirkte er die Einfuhr schwedischer Kupfermünzplatten zum Einschmelzen, da norwegische Bergwerke den Bedarf nicht mehr decken konnten.
  • ​Mit zahlreichen Beschwerde- und Bittbriefen sicherte er Sonderrechte für den Aufschwung des Werkes. Auch privat war er erfolgreich, woran eine Gedenktafel seiner Ehefrau Elisabeth zu seinem 50. Geburtstag erinnert.

​Umwandlung zur Aktiengesellschaft und Eintritt ins 20. Jahrhundert

​Im späten 19. Jahrhundert veränderten sich Eigentümerstruktur und Produktion grundlegend:

  • 1875: Der Apenrader Schiffsreeder Raben wird Mitinhaber. Schwerpunkt blieb die Produktion von Yellow-Metall-Blechen, deren Export die Londoner Firma „Schwarte & Hammer“ übernahm.
  • 1889: Friedrich Raben junior wandelt das Unternehmen in die „Crusauer Kupfer- und Messingfabrik A.G.“ mit Sitz in Hamburg um. Hauptaktionär wurde die Familie Lotz.
  • Produktionswechsel: Für den Inlandsmarkt wurden Bleche für Werften sowie Kondensplatten und Feuerbuchsen für den Lokomotivbau gefertigt.

​Modernisierung und Turbulenzen

​In einem Zeitraum von 20 Jahren wechselte die Direktion mehrfach, wobei sich Betriebsleiter und Direktoren teilweise gegenseitig blockierten. Dennoch wuchs der Betrieb stark an:

  • Infrastruktur & Bauten: Es entstanden neue Arbeiterwohnblocks, eine Erweiterungshalle (1904) für Walzwerk, Rohrzieherei, Drahtzieherei und Stangenpresse sowie eine neue Gießerei (1904–1906).
  • Energiegebrauch & Logistik: Eine Francis-Wasserturbine wurde zur Bereitstellung der benötigten Energie installiert. Ein internes Schienennetz mit Loren erhielt über den Bahnhof Smedeby Anschluss an die Nord-Süd-Eisenbahnroute.
  • Restrukturierung: Unter Direktor Wilhelm Becker wurde das Werk für Yellow-Metall weiter ausgebaut. Er unterstellte die Betriebsleiter klar der Direktion und entwickelte neue Vertriebswege.
  • Rüstungsindustrie (1912): Durch die deutsche Flottenvorlage wurde das Werk kurz vor dem Ersten Weltkrieg zum Zulieferbetrieb für die Rüstung umfunktioniert.

Dieses vollkommen falsche (!) Foto hat GEMENI KI auf Basis der Texte oben generiert.

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