(Flensburg /Deutschland) Was schreibt denn meine Kulturbeauftragte für Norddeutschland zur Kupfermühle?
Die Kupfermühle (heute als Ortsteil zu Harrislee direkt an der dänischen Grenze bei Flensburg gehörig) ist eine der bedeutendsten historischen Industriestätten Nordeuropas.
Sie verbindet frühe Technikgeschichte, Architektur und deutsch-dänische Regionalgeschichte.
Geschichte & Entwicklung
- Gründung im 17. Jahrhundert: Der dänische König Christian IV. ließ 1612 an der Krusau (einem kleinen Grenzfluss) ein Hammerwerk errichten. Die Wasserkraft der Krusau trieb die schwerfälligen Hämmer an, um Kupfer und Messing zu verarbeiten.
- Blütezeit als Manufaktur: Um 1800 entwickelte sich das Kupfer- und Messingwerk zu einem der größten Industriebetriebe im damaligen Dänischen Gesamtstaat. Hergestellt wurden Schiffs- und Rumpfbeschläge (zum Schutz gegen den Schiffsbohrwurm), Kessel für Rumdestillerien, Zuckersiedepfannen sowie Alltagsgeschirr.
- Historische Arbeitersiedlung: Rund um das Werk entstand eine der ältesten geschlossenen Arbeitersiedlungen Nordeuropas. Die reihenartig angeordneten Putzbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind bis heute erhalten und prägen das Ortsbild.
- Strukturwandel & Schließung: Das Werk überstand den Wechsel von der dänischen zur preußischen Verwaltung (1864) sowie beide Weltkriege, musste jedoch 1962 nach über 350 Jahren Produktion den Betrieb endgültig einstellen.
Das Industriemuseum Kupfermühle
Seit Juli 2014 werden die komplett sanierten Werkshallen als modernes Industriemuseum genutzt.
- Schwerpunkte: Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Metallverarbeitung von den Anfängen mit Wasserkraft bis hin zur Dampfmaschinen-Ära. Zu den Highlights gehören funktionstüchtige historische Maschinen, Rekonstruktionen von Hammerwerken sowie Einblicke in den Alltag der Arbeiterfamilien.
- Lage: Das Areal liegt malerisch direkt an der dänischen Grenze im Tal der Krusau.
GEMENI KI































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