Ich kann im nächsten Winter endlich nach Gibraltar.

Spanien und Gibraltar heben Grenzkontrollen auf.

Fast 120 Jahre lang war die britische Exklave Gibraltar von Spanien durch einen Metallzaun und verpflichtende Grenzkontrollen getrennt. Nun ist das Geschichte. Grenzgänger sprechen vom Ende einer »Tortur«.

Historisches Ereignis im äußersten Süden der Iberischen Halbinsel: An der Grenze zwischen Spanien und dem britischen Gebiet Gibraltar sind in der Nacht zum Mittwoch die Regeln des Schengenraums in Kraft getreten.

Kurz nach Mitternacht überquerten erstmals Dutzende Passanten und Fahrzeuge die Grenze ohne Kontrollen. Hunderte Menschen hatten sich für den historischen Moment mit den Flaggen Spaniens und Großbritanniens an der Grenze versammelt. »Europa ist zurück«, sagte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo.

Der Abbau des im Jahr 1908 errichteten, symbolträchtigen und etwa einen Kilometer langen Metallzaunes soll schon diese Woche beginnen. Mit den Rückbauarbeiten eines Checkpoints hatte Spanien bereits zuletzt begonnen.

Möglich wurde der Schritt durch das im Februar vereinbarte Abkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien, das am Mittwoch in Kraft trat. Ab sofort sollen Personen und Waren den Landübergang ohne die bisherigen Kontrollen passieren können.

Das nur 6,5 Quadratkilometer große Gebiet – etwa so groß wie die ostfriesische Insel Baltrum – ist bekannt für seine frei lebenden Berberaffen und den Felsen Rock of Gibraltar.

Die Territorialfrage sorgt seit mehr als drei Jahrhunderten für Streit zwischen Madrid und London.

Gibraltar wurde 1704 vom Großbritannien in Besitz genommen und 1713 von Spanien im Rahmen des »Friedens von Utrecht« abgetreten.

Quelle: DER SPIEGEL, Foto nach meinen Angaben von GEMENI KI

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