Die WHO befürchtet die Ausbreitung einer neuen, möglicherweise gefährlicheren Mpox-Variante (früher Affenpocken) im Kongo, die schwerere Symptome auslöst und in Afrika, insbesondere in Gebieten mit geringerem Zugang zur medizinischen Versorgung, eine größere Sorge darstellt.
Vor zwei Jahren meldeten mehr als 100 Länder Ausbrüche der Infektionskrankheit Mpox. Die Welle der einst Affenpocken genannten Krankheit verlief letztlich glimpflich. Nun aber kursiert eine neue Variante. „Es ist ohne Zweifel die gefährlichste der bekannten Mpox-Varianten“, sagte John Claude Udahemuka, Dozent an der Universität Ruanda, kürzlich bei einer Informationsveranstaltung.
Die Variante Ib (römisch 1 b) verbreite sich ohne Sexualkontakte von Mensch zu Mensch, löse schwerere Symptome aus als andere Varianten und sei für Kinder lebensgefährlich, erklärte Udahemuka. Die Virus-Variante greift derzeit in der Demokratischen Republik Kongo um sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt:
Expertinnen und Experten sind alarmiert, weil sie sich in der abgelegenen Region unkontrolliert ausbreitet.
Sie kann auch Europa erreichen.
Expertin spricht von „Spitze des Eisbergs“
Wie viele Ib-Infektionen es schon gab, ist unbekannt. Nur schwer Erkrankte suchten Krankenhäuser auf, sagte Trudie Lang, Professorin für globale Gesundheit an der Universität Oxford.
Das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein.
Es ist möglich, dass die Inkubationszeit lang ist, das heißt, dass Menschen andere anstecken können, ohne es zu wissen.
Trudie Lang, Professorin für globale Gesundheit an der Universität Oxford.

