(Torremolinos und Malaga /Spanien) Tropische Nächte können, zumindest für mich, sehr erfreulich und angenehm sein. Also wenn es bei maximal 20° in der Nacht bleibt.
Jedes Grad mehr macht den Schlaf anstrengender und unangenehmer oder sogar unmöglich. 🤦
Was sagt der staatliche spanische Wetterdienst dazu?
Laut Meteorologen der AEMET ist zu beobachten, dass tropische Nächte bereits Ende Mai immer häufiger auftreten. Dennoch wird eine derart anhaltende, zusammenhängende Serie zu diesem frühen Zeitpunkt im Kalenderjahr als außergewöhnlich warmes Ereignis eingestuft, dessen Temperaturwerte eher in den Hochsommer passen.

Spanien ist das meteorologische Schlachtfeld im Kontext der Klimakatastrophe. Siehe auch unten meinen Beitrag zur AMOC dazu.
Wissenschaftliche Informationen:
1. Die Definition
- Tropische Nacht (Noche tropical): Die Tiefsttemperatur sinkt die ganze Nacht über nicht unter 20 °C.
- Törride Nacht (Noche tórrida): Die Tiefsttemperatur sinkt die gesamte Nacht nicht unter 25 °C.
- (Zusatz) Höllische Nacht (Noche infernal): In den letzten Jahren hat der spanische Wetterdienst (AEMET) inoffiziell sogar noch eine Kategorie für Extremereignisse eingeführt, bei denen das Thermometer nachts nicht unter 30 °C fällt.
2. Warum sind törride Nächte so problematisch?
Ab einer dauerhaften Umgebungstemperatur von 25 °C kann der menschliche Körper seine Kerntemperatur im Schlaf nicht mehr effizient durch normale Wärmeabgabe regulieren.
- Gesundheitliche Belastung: Der Körper muss aktiv schwitzen und die Herzfrequenz erhöhen, um sich abzukühlen. Das verhindert die Tiefschlafphasen, führt zu chronischer Erschöpfung und belastet das Herz-Kreislauf-System massiv.
- Keine thermische Entlastung: Wenn Gebäude sich tagsüber aufheizen, benötigen sie kühle Außenluft, um die gespeicherte Energie wieder abzugeben. Bei einer törriden Nacht findet dieser Energieaustausch kaum statt, wodurch die Innenräume über Tage hinweg ununterbrochen heiß bleiben.
