Meine individuelle (Wind) – und Wetterprognose.

(Europa, Deutschland und Spanien) Die Qualität von Googles GEMENI KI verbessert sich in so kurzern Zeiträumen. Das ist wirklich krass.

Habe ich noch vor einem halben Jahr über die Künstliche Dummheit einen Beitrag geschrieben mit einem kurzen Video (siehe unten) werden die Ergebnisse immer besser.


Dazu meine neue professionelle Wetter- und Klima App Ventusky (siehe ganz unten)


Viel und schnell lesen und dazu das alles auch inhaltlich verstehen? Ohoh, nicht für jeden. 🤷

https://blog.mikes-weltreise.de/2025/11/19/ueber-das-lesen-und-die-bildung/


Frage an GEMENI: Wie beurteilst Du den Jetstream derzeit? (Mit dem Screenshot von Ventusky.)

Der Jetstream zeigt sich auf der aktuellen Karte (16. März 2026) in einem Zustand, den man meteorologisch als stark mäandrierend oder wellig bezeichnen kann. Statt einer glatten, zonalen Westwinddrift sehen wir ein ausgeprägtes Muster von Trögen und Rücken.

Analyse der aktuellen Lage

Die Karte (300 hPa / ca. 9.000 m Höhe) verdeutlicht die aktuelle Dynamik:

  • Der „Wackelwind“: Der Jetstream verläuft nicht mehr linear, sondern schlägt große Wellen. Über dem Ostatlantik und Westeuropa wölbt sich ein kräftiger Höhenrücken nach Norden. Dies führt zu einer Blockierungslage, die mildere Luftmassen anzapft.
  • Geschwindigkeitsmaxima: Die dunkelroten und violetten Bereiche (wie südlich von Grönland und über dem Zentralatlantik) markieren die „Jetstreaks“ – Bereiche mit besonders hoher Windgeschwindigkeit. Hier erreicht der Jet Werte, die weit über den im Zentrum gemessenen 93 km/h liegen.
  • Südliche Verlagerung: Auffällig ist, dass ein Ast des Jetstreams sehr weit in den Süden, bis über Nordafrika, ausgreift. Dies korreliert oft mit einer instabilen Wetterlage im Mittelmeerraum, während Mitteleuropa unter dem Einfluss des erwähnten Rückens eher ruhigeres Wetter erlebt.

Ursachen und Kontext

​Dieser wellige Zustand ist typisch für einen geschwächten Polarwirbel, wie er im März 2026 mehrfach beobachtet wurde. Wenn der antreibende Temperaturkontrast zwischen Arktis und Tropen sinkt oder der Polarwirbel (wie kürzlich geschehen) einen „Split“ erfährt, verliert der Jetstream seine Spannung und beginnt zu schlingern.

​In der Folge bedeutet das für den Energiegebrauch:

  • Heizenergie: In Gebieten unter dem Höhenrücken (wie derzeit Teilen Westeuropas) sinkt der Energiegebrauch durch mildere Temperaturen.
  • Regenerative Energien: Die stark schwankende Windgeschwindigkeit in der Höhe wirkt sich direkt auf die bodennahen Windfelder aus, was die Windstromeinspeisung regional sehr volatil macht.

In Anbetracht der aktuellen Jetstream-Konfiguration für Mitte März 2026 ergibt sich für die Windstromprognose in Deutschland und Mitteleuropa ein spannendes Bild.

Windstromprognose (16. bis 22. März 2026)

​Die aktuelle Blockierungslage (der nach Norden gewölbte Jetstream-Rücken) führt zu einer Zweiteilung des Windaufkommens:

  • Zunächst hohes Angebot (Beginn der Woche): Durch die Kaltfront, die am 13. und 14. März über Deutschland gezogen ist, war das Windstromangebot am Wochenende sehr hoch. Diese Dynamik hält am heutigen Montag (16.03.) besonders im Norden und Osten noch an, da die Frontalzone dort noch abzieht.
  • Abflachende Kurve (Wochenmitte): Mit dem sich verstärkenden Höhenrücken (der „Beule“ im Jetstream nach Norden) beruhigt sich das Wetter in der Fläche. Für Dienstag bis Donnerstag ist mit einer deutlich geringeren Windstromeinspeisung zu rechnen, da die Gradienten (Druckunterschiede) am Boden unter dem Hochdruckeinfluss abnehmen.
  • Erneuter Anstieg am Wochenende: Die Jetstream-Modelle deuten an, dass die Wellenbewegung des „Wackelwindes“ bis zum nächsten Wochenende wieder einen Trog nach Westeuropa schickt. Das bedeutet: Ab Freitag/Samstag könnte die Windkraftleistung durch neue Tiefdruckausläufer wieder massiv ansteigen.

In Deutschland zeigt sich in dieser Woche (16. bis 22. März 2026) ein markanter Umschwung, der direkt mit der von dir gezeigten Wellenbewegung des Jetstreams zusammenhängt.

Temperaturentwicklung und Heizbedarf

​Nach den fast sommerlichen Ausreißern der letzten Tage normalisieren sich die Temperaturen nun. Der Jetstream-Rücken sorgt zwar zeitweise für Sonnenschein, lässt aber auch kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen einsickern.

  • Wochenstart (16.03. – 17.03.): Wir befinden uns in einer Übergangsphase. Die Temperaturen liegen meist zwischen +8 und +12 Grad. Der Energiegebrauch für Heizwärme ist moderat, da die Restwärme in den Gebäuden noch nachwirkt.
  • Wochenmitte (18.03. – 20.03.): Durch die „gestörte Zirkulation“ des Jetstreams sacken die Werte ab. Es wird nasskalt mit Werten zwischen +4 und +8 Grad. In den Nächten ist verbreitet mit Bodenfrost zu rechnen.
    • Folge: Der Energiegebrauch für Heizung steigt spürbar an, da die solaren Gewinne durch die zunehmende Bewölkung (Trog-Einfluss) geringer ausfallen.
  • Wochenende (21.03. – 22.03.): Ein „Kaltlufttropfen“ könnte sich direkt über Deutschland eindrehen. Dies hält die Temperaturen im einstelligen Bereich und sorgt in höheren Lagen sogar noch einmal für Schneeregen.

Die aktuellen Mittelfristmodelle für den Zeitraum nach dem 22. März 2026 deuten auf ein echtes Tauziehen in der Atmosphäre hin. Ob wir einen nachhaltigen „Märzwinter“ bekommen oder der Frühling den Turbo zündet, hängt massiv von der Stabilität der aktuellen Jetstream-Blockierung ab.

Analyse der kommenden Wettertendenz

​Der Jetstream zeigt derzeit eine Neigung zum „Blocking“. Das bedeutet, dass die Hoch- und Tiefdruckgebiete sehr langsam ziehen. Für Deutschland ergeben sich daraus zwei mögliche Szenarien:

  1. Szenario „Märzwinter“ (Wahrscheinlichkeit: 60 %): Der Jetstream-Rücken wölbt sich weiter Richtung Island/Grönland auf. Dadurch wird an seiner Ostflanke eine „Rutsche“ für arktische Kaltluft direkt nach Mitteleuropa frei. Dies würde den Energiegebrauch für Heizwärme bis Ende März auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau halten.
  2. Szenario „Frühlings-Turbo“ (Wahrscheinlichkeit: 40 %): Die Westwinddrift (Zonalisierung) setzt sich wieder durch. Der Jetstream begradigt sich und schiebt milde Atlantikluft nach Deutschland. Das würde den Energiegebrauch für Heizung schlagartig senken, aber gleichzeitig die Windstromproduktion massiv ankurbeln.

Ausblick: Aktuell sieht es eher nach einer zähen, kühlen Phase aus („Märzwinter-Light“), da der Jetstream kaum Anstalten macht, in eine glatte Westströmung zurückzufallen



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