Die Straße von Hormus ist essenziell für die globale Lebensmittelproduktion. Dünger wird bereits knapp

Dünger wird bereits knapp.

Der Irankrieg und die De-facto-Sperrung der Straße von Hormus kommen in der Landwirtschaft an. Schließlich ist die blockierte Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs nicht nur das Nadelöhr des internationalen Ölhandels.

Sie ist auch eine zentrale Transportroute für Kunstdünger, den Treibstoff der modernen globalisierten Landwirtschaft – sowie dessen Vorprodukte und Rohstoffe, ob Ammoniak, Phosphat, Schwefel oder Erdgas. Zu deren größten Herstellern gehören Golfstaaten wie Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Iran.

Und so verteuern sich diese Produkte nun sprunghaft. Der Preis für den Stickstoff-Standarddünger Harnstoff (Urea) etwa ist vielerorts um etwa ein Drittel hochgeschossen, Flüssigerdgas (LNG) kostet in Europa rund 50 Prozent mehr als vor Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe.

Die Industrie wird zusehends nervöser. »Die Straße von Hormus«, warnt Svein Tore Holsether, der Konzernchef von Yara International, einem der weltgrößten Düngemittelhersteller, »ist essenziell für die globale Lebensmittelproduktion«.


Andernorts fehlt Dünger. Laut dem Londoner Rohstoff-Informationsdienstleister Argus Media produziert die Golfregion ein Drittel der weltweit verkauften Urea-Menge, dazu fast die Hälfte des Schwefels, ein Fünftel des Phosphatgesteins sowie rund ein Viertel des weltweit gehandelten Ammoniaks.

Dieser Grundstoff für fast alle Stickstoffdünger wird mithilfe von Erdgas hergestellt.

Ohne Kunstdünger hätten zwischen 40 und 50 Prozent der heute lebenden 8,3 Milliarden Menschen nicht ernährt werden können, das haben Wissenschaftler wieder und wieder nachgewiesen.


Steigt der Preis für Gas und Dünger weiter, wird ein Preisschub im Supermarkt folgen. Ob es dazu kommt, entscheidet sich nicht in Deutschland, sondern an der Straße von Hormus. Bleibt sie unpassierbar, wird es teuer.


Quelle:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/iran-duengemittel-engpaesse-und-sorge-vor-einer-nahrungsmittelkrise

Das Bild wurde mit meinen Textvorgaben von GEMENI KI erstellt

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