In Portugal herrscht eine dramatische Lage.

(Portugal) Das Land wurde in der letzten Januarwoche 2026 von einer Serie schwerer Stürme getroffen, allen voran der verheerende Orkan „Kristin“. Da die Böden bereits vollständig gesättigt sind und die Stauseen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben, droht nun durch den nachfolgenden Sturm „Leonardo“ eine „Jahrhundertflut“.

Der Orkan „Kristin“ hat am 28. Januar 2026 Wettergeschichte in Portugal geschrieben und die bisherigen Rekorde förmlich pulverisiert. Meteorologen sprechen von einer „meteorologischen Bombe“, die einen sogenannten Sting Jet (einen extrem schmalen, aber zerstörerischen Starkwindkanal) entwickelte.

​1. Der neue nationale Rekord

Der bisherige Rekord von Orkan „Leslie“ aus dem Jahr 2018 (176 km/h) wurde an mehreren Stellen überschritten:

  • Soure (Distrikt Coimbra): Hier wurde mit 208 km/h (in der Ortschaft Degracias) die höchste jemals offiziell gemessene Windgeschwindigkeit auf dem portugiesischen Festland registriert.
  • Figueira da Foz & Mira: In diesen Küstenregionen wurden Böen von bis zu 202  km/h gemeldet.

​2. Weitere extreme Messwerte

​Der Sturm zog mit einer Schneise der Verwüstung von der Küste ins Landesinnere:

  • Luftwaffenstützpunkt Monte Real (Leiria): Dort wurden 178 km/h gemessen, bevor die Windmessgeräte zerstört wurden und ein Wartungshangar kollabierte (wobei mehrere F-16 Kampfjets beschädigt wurden).
  • Cabo Carvoeiro (Peniche): 149 km/h direkt an der Steilküste.
  • Ansião: 146. Km/h.
  • Serra da Monchique (Fóia, Algarve): 135 km/hin den Berglagen des Südens.
  • Lissabon: In der Hauptstadt peitschten die Böen mit bis zu 109 km/hdurch die Straßen.

​3. Einordnung der Gewalt

Diese Geschwindigkeiten entsprechen auf der Hurricane-Skala (Saffir-Simpson) einem Hurrikan der Kategorie 2 bis 3. Dass solche Werte in Kontinentaleuropa erreicht werden, ist extrem selten.


​Hier ist die Übersicht der Ereignisse und Schäden der letzten Tage:

​1. Die Folgen von Orkan „Kristin“ (Ende Januar)

Der Orkan traf Portugal am 28. Januar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und war einer der stärksten Stürme seit Jahrzehnten.

  • Todesopfer: Mindestens 10 Menschen kamen ums Leben (6 direkte Sturmtote, 4 indirekte, etwa durch Unfälle bei Reparaturarbeiten).
  • Stromausfälle: In der Spitze waren über 1 Million Haushalte ohne Strom. Aktuell (Stand 3. Februar) sind immer noch Zehntausende (ca. 134.000) ohne Versorgung, vor allem in der Region Leiria.
  • Infrastruktur: Hunderte Dächer wurden abgedeckt, Fabriken zerstört und sogar Kampfflugzeuge (F-16) auf dem Luftwaffenstützpunkt Monte Real beschädigt. Die Schäden werden auf bis zu 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

​2. Aktuelle Bedrohung: Sturm „Leonardo“

​Seit dem 3. Februar zieht der neue Sturm „Leonardo“ über das Land. Obwohl seine Winde (ca. 100 km/h) schwächer sind als die von „Kristin“, ist die Gefahr durch Wassermassen massiv:

  • Enorme Regenmengen: Es werden bis zu 500 Liter pro Quadratmeter in dieser Woche erwartet. In einigen Regionen könnte innerhalb von 24 Stunden so viel Regen fallen wie normalerweise in drei Tagen.
  • Gefährdete Staudämme: Die Behörden mussten bereits kontrolliert rund 500 Millionen Kubikmeter Wasser aus übervollen Stauseen ablassen, um Dammbrüche zu verhindern.
  • Hochwasser & Erdrutsche: Da der Boden kein Wasser mehr aufnehmen kann, fließt jeder Tropfen sofort in die Flüsse, was zu Sturzfluten und großflächigen Überschwemmungen führt.

3. Politische und gesellschaftliche Lage

  • Notstand: Die Regierung hat den Katastrophenzustand für 69 Gemeinden bis zum 8. Februar verlängert.
  • Wahlen unter erschwerten Bedingungen: Am kommenden Sonntag (8. Februar) findet die Stichwahl der Präsidentschaftswahlen statt. Es wird befürchtet, dass das Wetter und die zerstörte Infrastruktur die Wahlbeteiligung stark beeinflussen könnten.

Zusammenfassend: Portugal kämpft momentan an zwei Fronten – mit dem Wiederaufbau nach den massiven Windschäden von „Kristin“ und der Abwehr einer drohenden Flutkatastrophe durch „Leonardo“.


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