In einem Punkt ist Ferrero seit Jahrzehnten aber ehrlich zu allen Kunden!

(Italien, und die Kakao-Erzeugerländer) Ferrero druckt seit vielen Jahren auf ihren Erzeugnissen von wessen Händen der Kakao hergestellt werden.

Die Familie Ferrero hat noch nie ein Geheimnis daraus gemacht, das ihre vielen Milliarden Euro Gewinne im Laufe der Jahre nur durch Kinderarbeit möglich ist.


Die Entwicklung der Kinderarbeit im Kakaosektor ist ein ernüchterndes Beispiel dafür, wie freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie oft an der Realität scheitern.

Trotz zahlreicher Versprechen großer Konzerne hat die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten Jahren in den Hauptanbauländern eher zugenommen als abgenommen.

Die aktuelle Lage (Stand 2024/2025):

In Westafrika, insbesondere in der Elfenbeinküste und Ghana (die zusammen etwa 60 % des Weltkakaos produzieren), arbeiten laut aktuellen Berichten von Organisationen wie INKOTA und UNICEF weiterhin rund 1,5 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen.

Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre:
Anstieg statt Rückgang: Zwischen 2008 und 2019 stieg die Kinderarbeit im Kakaosektor in Westafrika um etwa 14 %.

Auch neuere Daten zeigen, dass das Ziel der Industrie, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2020 um 70 % zu reduzieren, deutlich verfehlt wurde.

Gefährliche Tätigkeiten: Besonders besorgniserregend ist, dass der Anteil der Kinder, die gefährliche Arbeiten verrichten (Umgang mit Macheten, Tragen schwerer Lasten, Einsatz von Pestiziden), gestiegen ist. Nahezu jedes zweite Kind in landwirtschaftlichen Haushalten dieser Regionen ist betroffen.

Bildung vs. Arbeit: Ein kleiner Lichtblick ist, dass der Anteil der arbeitenden Kinder, die gleichzeitig eine Schule besuchen, leicht zugenommen hat. Dennoch bleibt die Arbeitsbelastung oft so hoch, dass der Lernerfolg stark gefährdet ist.
Warum ändert sich so wenig?
Die Ursachen für die stagnierende oder sich verschlechternde Situation sind komplex und systemisch:


Ursache : Beschreibung

Extreme Armut: Kakaobauern verdienen oft weniger als 1 USD pro Tag – weit unter der Armutsgrenze. Kinder sind oft die einzige verfügbare, kostenlose Arbeitskraft.

Preisvolatilität: Die Weltmarktpreise für Kakaobohnen schwanken stark. Trotz Rekordpreisen an den Börsen im Jahr 2024 kommt bei den Kleinbauern aufgrund von Inflation und steigenden Düngemittelkosten oft kaum mehr an.

Fehlende Infrastruktur: In vielen ländlichen Gebieten fehlen Schulen oder der Weg dorthin ist zu gefährlich oder zu teuer (Transportkosten).

Unwirksame Audits: Zertifizierungen und Kontrollen werden oft angekündigt, wodurch Missstände vorübergehend versteckt werden können.


Quelle unter anderem:

https://www.unicef.ch/de/aktuell/news/2022-06-10/kinderarbeit-im-kakao-sektor

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