Der Jetstream hat sich in den letzten zwei Monaten verändert. Wie sind die Auswirkungen deshalb auf Spanien und Portugal?

(Iberische Halbinsel)

In den letzten zwei Monaten hat sich der Jetstream (das Starkwindband in der oberen Atmosphäre) deutlich verändert – mit spürbaren Folgen für die Iberische Halbinsel. Während er im Dezember 2025 noch oft weit im Norden verlief und Spanien sowie Portugal ein eher ruhiges, sonniges Hochdruckwetter bescherte, hat er sich im Januar 2026 weit nach Süden verschoben.

​Diese südliche Verlagerung wirkt wie eine „Autobahn“ für schwere Sturmtiefs direkt vom Atlantik auf das spanische und portugiesische Festland.

​Die konkreten Auswirkungen (Stand Januar 2026):

  • Serie schwerer Winterstürme: Seit Mitte Januar ziehen aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete (wie die Stürme „Kristin“ und „Joseph“) über die Region. Dies hat in Portugal (u. a. Leiria, Lissabon, Algarve) und Südspanien (Andalusien) zu schweren Sturmböen von teils über 170 km/h geführt.
  • Extreme Niederschläge & Überflutungen: In Regionen wie Galicien (Pontevedra) wurden Niederschlagsmengen von bis zu 120 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit gemessen. Auch im Süden, etwa in Málaga und Sevilla, kam es durch den Jetstream-Einfluss zu heftigen Regenfällen und überlaufenden Flüssen (z. B. der Hozgarganta).
  • Kälteeinbrüche und Schnee: Da der Jetstream derzeit stark „schlingelt“ (Meandrieren), ermöglicht er das Vordringen polarer Kaltluft weit nach Süden. Dies erinnert Meteorologen an das Jahr 2021 (Sturm Filomena), mit Schneefällen bis in tiefe Lagen und frostigen Temperaturen im spanischen Binnenland.
  • Stromausfälle und Schäden: In Portugal waren zeitweise über 850.000 Menschen ohne Strom; in Spanien und Portugal wurden leider auch Todesopfer durch umstürzende Bäume und Einstürze gemeldet.

​Warum passiert das?

Normalerweise lenkt der Jetstream die Stiefs eher Richtung Großbritannien und Skandinavien. Wenn er jedoch – wie aktuell – nach Süden ausbricht, trifft die feucht-warme Atlantikluft auf das noch immer überdurchschnittlich warme Mittelmeer, was die Stürme zusätzlich intensiviert.


Antwort von GOOGLE GEMENI

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