Zusammenhänge zwischen dem langsamen Zusammenbruch der AMOC und den ExtremwetterEreignissen in Spanien? Mit VideoVortrag!

(Spanien) Das Fazit zuerst… Warum Spanien das „Schlachtfeld“ ist

Spanien liegt genau in der Übergangszone (ca. 36° bis 43° Nord). Wenn der Jetstream schlingert, rutscht Spanien mal voll in den Einflussbereich der Sahara-Luftmassen und mal unter die instabilen Kaltlufttropfen des Atlantiks.

Die AMOC-Schwächung entzieht dem System die thermische Trägheit und Stabilität, die das Klima in Westeuropa über Jahrhunderte berechenbar gemacht hat.


Wichtiger Hinweis: Die AMOC gilt als Kippelement. Aktuelle Forschungen aus dem Jahr 2025/2026 zeigen, dass die Strömung instabiler ist als früher angenommen. Spanien ist aufgrund seiner geografischen Lage besonders verwundbar, da es sowohl die negativen Effekte der Meeresströmungsänderung als auch die volle Wucht der mediterranen Erwärmung abbekommt.



Der Zusammenhang zwischen einer schwächer werdenden AMOC (Atlantic Meridional Overturning Circulation) und den Extremwetterereignissen in Spanien ist komplex, da Spanien an der Schnittstelle zwischen dem sich abkühlenden Nordatlantik und dem sich stark erwärmenden Mittelmeer liegt.

​Obwohl die AMOC oft als „Heizung Europas“ bezeichnet wird, bedeutet ihr Nachlassen für Spanien nicht zwangsläufig eine einfache Abkühlung, sondern vor allem eine massive Destabilisierung des Wettersystems.

​1. Verstärkung von Dürreperioden

​Die AMOC beeinflusst die Position des Azorenhochs, das maßgeblich das Wetter auf der Iberischen Halbinsel bestimmt.

  • Mechanismus: Wenn die AMOC schwächer wird, verschieben sich die atmosphärischen Drucksysteme. Studien deuten darauf hin, dass dies das Azorenhoch häufiger und stabiler über Spanien festsetzt.
  • Folge: Tiefdruckgebiete, die normalerweise Regen bringen, werden nach Norden abgelenkt. Dies führt zu langanhaltenden Dürren, wie sie Spanien bereits in den letzten Jahren (z. B. 2023–2025) massiv erlebt hat. Schätzungen gehen davon aus, dass die Dürreintensität bei einem AMOC-Kollaps um bis zu 60 % zunehmen könnte.

​2. Intensivierung von DANA-Ereignissen (Gota Fría)

​Das Phänomen der „DANA“ (Depresión Aislada en Niveles Altos), das im Oktober 2024 zu der katastrophalen Flut in Valencia führte, wird durch die AMOC-Abschwächung indirekt beeinflusst.

  • Temperaturkontraste: Während die AMOC den Nordatlantik oberflächlich abkühlt, heizt sich das Mittelmeer durch die globale Erwärmung ungebremst weiter auf.
  • Atmosphärische Instabilität: Dieser enorme Temperaturunterschied zwischen den kühleren Luftmassen aus dem Norden/Atlantik und der extrem warmen, feuchten Luft über dem Mittelmeer wirkt wie „Treibstoff“ für Gewitterzellen. Die Folge sind heftigere und unberechenbarere Starkregenereignisse.

​3. Verschiebung des Jetstreams

​Die AMOC ist ein Motor für den Jetstream (Starkwindband in der Höhe).

  • Mäandrieren: Ein schwächerer Temperaturgradient zwischen den Tropen und dem Nordpol (verstärkt durch die AMOC-Schwächung) lässt den Jetstream „schlingern“.
  • Blockierende Wetterlagen: Diese Schlingen führen dazu, dass Wettersysteme über Spanien „gefangen“ bleiben – entweder extreme Hitzeglocken im Sommer oder stationäre Tiefdruckgebiete im Herbst, die tagelang über derselben Region abregnen.

​4. Die „Saisonale Schere“

​Für Spanien wird eine extreme Zunahme der Saisonalität prognostiziert:

  • Winter: Während Nordeuropa bei einem AMOC-Kollaps drastisch abkühlen würde, könnten die Winter in Spanien zwar unbeständiger und teils kühler werden, der Effekt wird jedoch weitgehend durch die allgemeine globale Erwärmung kompensiert.
  • Sommer: Die Sommer werden durch die veränderte Luftzirkulation noch heißer und trockener. Spanien droht eine fortschreitende Wüstenbildung (Desertifikation), besonders im Süden und Osten (Andalusien, Murcia).

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