(Malaga /Spanien) Wer eine Reise macht, kann etwas erzählen….
Es stürmt und regnet bereits den ganzen Tag. Die Straße, auf der ich mich befinde, ist bereits teilweise überflutet.
Ich bin etwa 80 Meter vom Strand entfernt.
Hier ein Text von den Costa Nachrichten von vor wenigen Tagen. Ich hatte auch darüber berichtet..
Ein heftiges Unwetter fegte am Samstag und Sonntag über Andalusien, vor allem die Costa del Sol. Silvester und Neujahr wird das Wetter ruhiger, ab 3. Januar kehrt Regen zurück.
Zum aktuellen Unwetter an der Costa del Sol am 3., 4. und 5. Januar 2026.
Málaga – Während die Weihnachtsfeiertage in Andalusien zwar unter Wolken und mit leichtem Regen, aber meteorologisch ruhig verliefen, fegte am Samstag, 27. Dezember bis in den Sonntag wieder ein heftiges Unwetter über die Costa del Sol und das Hinterland bis Granada und Almería. Spaniens Wetteramt Aemet musste am Samstag kurzfristig über Teile der Costa del Sol und den Kreis Guadalhorce die höchste Unwetterwarnstufe „rot“ verhängen und die andalusische Landesregierung einen ES-Alert auf Handys in 27 Gemeinden schickte. Die höchste Unwetterwarnstufe galt auch wieder in der Provinz Valencia, in gleichnamiger Region. Die Vorwarnzeit für diese Unwetterfront war diesmal besonders gering. In umliegenden Landkreisen, darunter Ronda, Gibraltar, Cádiz, Antequera, Puente Genil, galt stundenweise eine orange Unwetterwarnung, ebenso in weiten Teilen der Provinz Granada sowie bis nach Almería. Binnen 12 Stunden fielen über 100, verbreitet bis 130 und stellenweise bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter, begleitet von starken Gewittern und enormen Sturmböen.
Die Bilanz: Wahrscheinlich drei Menschen starben in den Fluten von über die Ufer getretenen Flüssen. Am Sonntagnachmittag wurde die Leiche eines 54-jährigen Mannes aus Alhaurín el Grande unweit von Málaga Stadt im Flussbett des Flüsschens Río Fahala gefunden, sein 53-jähriger Begleiter, der mit ihm im gleichen Lieferwagen saß, der von den Fluten des Guadalhorce weggerissen wurde, wurde derzeit noch gesucht. In Íllora, nordwestlich von Granada, wurde am Montagmorgen der Leichnam eines 20-jährigen Motorradfahrers aus Pinos Puente gefunden, der seit Samstagabend vermisst wurde und offenbar beim Versuch eine überflutete Furt zu überqueren, von den Wassermassen mitgerissen wurde.
Der Guadalhorce erreichte einen neuen historischen Höchststand und überschwemmte etliche Orte und Wohnungen an seinem Verlauf, darunter wieder Cártama, allein in der Provinz Málaga musste die Feuerwehr, unterstützt von anderen Rettungskräften zu 300 Noteinsätzen ausrücken.
Der Verkehr zwischen Benalmádena, über Mijas, vor allem aber in und um Manilva, Estepona und Marbella war wegen Überschwemmungen auf Landstraßen, an Autobahnausfahrten und selbst auf der A-7 häufig unmöglich. In Marbella verwandelte sich die Uferpromenade in einen Fluss, an der westlichen Costa del Sol wurden auch wieder zahlreiche Strände und Strandbars in Mitleidenschaft gezogen.
Die Urbanisation El Pino von Marbella wurde vorsorglich evakuiert, ein Tunnel (Golden Beach) wurde stundenlang geschlossen. Die A-397 bei Benahavís war stundenlang gesperrt, stellenweise mussten Autofahrer aus lebensgefährlichen Situationen gerettet werden und warteten mitunter verzweifelt über Stunden in fließendem Wasser auf Hilfe. Erst vor 10 Tagen war die Region Zeuge von Überschwemmungen und sogar Tornados.
Quelle: https://www.costanachrichten.com/costa-del-sol/unwetter-in-alaga-drei-tote-chaos-am-flughafen-ueberschwemmungen-bis-nach-marbella-94101250.html


