Unesco-Bericht: Gletscher schmelzen schneller denn je.

(Welt) Ich übernehme diesen Beitrag des DER SPIEGEL plus um mich später wieder daran erinnern zu können.

Ebenso wie mein Beitrag aus 2024 – siehe unten mit 126 kurzen Screenshots..


Die Unesco warnt vor den Folgen der weltweiten Gletscherschmelze. Für zwei Milliarden Menschen ist demnach die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln gefährdet.

Die Gletscher rund um die Welt schmelzen laut einem am Freitag veröffentlichten Unesco-Bericht schneller denn je. Demnach verloren die Gletscher in den vergangenen drei Jahren mehr Eis als je zuvor seit Beginn der Messungen. Seit 1975 sind den Daten der Uno-Behörde zufolge rund 9000 Gigatonnen Eis der Gletscher weggeschmolzen. »Dies entspricht in etwa einem Eisblock von der Größe Deutschlands mit einer Dicke von 25 Metern«, sagte Michael Zemp, Direktor des in der Schweiz ansässigen World Glacier Monitoring Service, auf einer Pressekonferenz am Uno-Hauptsitz in Genf. In fünf der vergangenen sechs Jahre habe man die größten Verluste verzeichnet. Allein im Jahr 2024 hätten die Gletscher 450 Gigatonnen an Eismasse verloren.

Laut dem Bericht der Unesco wird sich der Eisverlust, von der Arktis bis zu den Alpen, von Südamerika bis zum tibetischen Hochland, voraussichtlich beschleunigen. Der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachte Klimawandel treibe die globalen Temperaturen in die Höhe. Damit stiegen die Meeresspiegel und wichtige Wasserquellen schwänden weltweit.

Von den Folgen des Gletscherschwunds sind laut dem Bericht etwa 1,1 Milliarden Menschen in Bergregionen direkt betroffen. Steigende Temperaturen werden demnach die Dürren in Gebieten verschlimmern, die auf Schneedecken als Süßwasserquelle angewiesen sind. Gleichzeitig erhöhten sich die Gefahren durch vermehrte Lawinen, Erdrutsche, Sturzfluten und Gletscherseeausbrüche. Der Unesco zufolge bedroht der Rückzug der Gletscher die Lebensmittel- und Wasserversorgung von zwei Milliarden Menschen auf der ganzen Welt.

Celeste Saulo, Chefin der Weltwetterorganisation (WMO), erklärte am Freitag, dass der Erhalt der Gletscher nicht nur eine Frage der Umwelt, Wirtschaft und gesellschaftlichen Notwendigkeit sei: »Es ist eine Frage des Überlebens«.

Die Veröffentlichung des Unesco-Berichts fällt mit einem Unesco-Gipfel in Paris zusammen, der den ersten »Welttag der Gletscher« markiert und zu globalen Maßnahmen zum Schutz der Gletscher auf der ganzen Welt aufruft.


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